BLG LOGISTICS GROUP mit „ordentlichem Ergebnis“

Vor der Landespressekonferenz Bremen zog BLG-Chef Frank Dreeke am 16. Dezember eine vorläufige Bilanz für das auslaufende Jahr: „Bei den Umsatzerlösen werden wir die Milliardengrenze abermals deutlich überspringen. Aber wir konnten das Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen. Wir werden 2013 bei rund 40 Millionen Euro liegen. Vor dem Hintergrund der schleppenden Weltkonjunktur haben wir uns aber recht gut behauptet mit diesem ordentlichen Ergebnis“.

16.12.2013

Im Geschäftsbereich Containerlogistik belasten die Probleme in Wilhelmshaven und bei der Terminalbeteiligung in Ust-Luga die Ergebnisse. Das können die Terminals in Bremerhaven und in Hamburg sowie die ausländischen Terminals dank ihrer relativ guten Ergebnisse sowie durch Prozess-Optimierungen und Sondereffekte jedoch kompensieren. Dreeke geht davon aus, dass sich die Situation in Wilhelmshaven im Laufe des kommenden Jahres verbessern und der Containerterminal am wieder wachsenden Containermarkt partizipieren wird.

Im Geschäftsbereich Automobillogistik liegt Bremerhaven mit gut 2,1 Millionen Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Allerdings führt das Verhältnis von 80 Prozent Export und nur 20 Prozent Import zur geringeren Auslastung der Technikzentren, die ihre Wertschöpfung vor allem bei Importfahrzeugen realisieren. Das Ungleichgewicht zwischen Ex- und Import bewirkt bei den Lkw-Transporten zusätzliche Leerfahrten. Zudem steht die BLG unter dem Kostendruck der Automobilhersteller, die in Europa Absatzprobleme haben. Vom Export-Boom  profitiert die BLG AutoRail mit ihren 1.300 Flüsterwaggons. Die Nachfrage nach Autotransporten auf der Schiene sei anhaltend hoch. Der Bereich High & Heavy liegt um etwa 250.000 Tonnen unter dem Vorjahr, bedingt durch weniger Großladung für Australien und den Mittleren Osten.

Einen geringeren Ergebnisbeitrag liefert in diesem Jahr auch die BLG WindEnergy Logistics mit ihrem Hauptgeschäft in Bremerhaven. Der BLG-Chef dazu: „Speziell im zweiten Halbjahr haben wir erheblich weniger Volumen abgewickelt. Die Perspektiven sind aber durch die Entscheidungen der neuen Koalition positiv zu bewerten, auch wenn die Ziele beim Ausbau der Offshore-Windenergie gestreckt worden sind. Ob wir davon profitieren, hängt natürlich von unseren Kunden in Bremerhaven ab. Dort müssen Folgeaufträge platziert werden.“

Zu den besonders beschäftigungsintensiven Dienstleistungen der BLG gehört die Arbeit in den Logistikzentren und im Hochregallager: in Bremen insbesondere die Autoteilelogistik für die Auslandswerke von Mercedes in den Logistikzentren und die Handelslogistik für Tchibo im Hochregallager. Für Tchibo konnte die BLG die Logistik für das gesamte Online-Geschäft drei Monate früher übernehmen als geplant. Das Hochregallager hat sein Volumen damit etwa verdoppelt. Über 50 Millionen Euro hat die BLG investiert und damit rund 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. In der Autoteilelogistik beflügelt vor allem das Volumen für die wachsende Mercedes-Produktion in Peking das Geschäft. Im GVZ erweitert die BLG gegenwärtig ihre Lagerkapazitäten um 27.000 Quadratmetern.
Dreeke ging auch auf die zahlreichen Geschäfte außerhalb von Bremen und Bremerhaven ein. Das Unternehmen ist inzwischen an über 100 Standorten in Deutschland und Europa, in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien präsent. Dabei gibt es im Geschäftsbereich Kontraktlogistik etliche Neugeschäfte. Dazu gehören erweiterte Dienstleistungen für Mercedes in Bremen, in Sindelfingen und in den USA, ein gesteigertes Leistungsspektrum für den Kunden engelbert strauss in Frankfurt sowie für Siemens in Krefeld und in Falkensee.

In Falkensee entsteht gerade ein 22.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in der Nähe der Siemens-Stadt. Dort wird die BLG für Siemens alle logistischen Tätigkeiten übernehmen, die mit der Materialversorgung des Schaltanlagenwerks Berlin zusammen hängen. Siemens will das Werk zu einer der weltweit modernsten Fabriken umbauen. In Krefeld arbeitet die Siemens Rail Systems und die BLG wird demnächst alle Logistikdienstleistungen übernehmen, die zur Versorgung des Werks erforderlich sind. Bei den neuen oder zusätzlichen Auftragsvolumina für Mercedes und Zulieferer in Bremen, Sindelfingen und in den USA geht es um Autoteilelogistik.

Weltweit bietet die BLG einschließlich ihrer Beteiligungen und den Kräften des GHBV über 16.000 Arbeitsplätze, mehr als die Hälfte davon allein im Bundesland Bremen. Von der internationalen Entwicklung der BLG haben Bremen und Bremerhaven am stärksten profitiert. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet Dreeke mit einem leichten Wachstum in den drei operativen Geschäftsbereichen, sowohl im Volumen als auch bei den Ergebnissen.

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