Geschäftsbericht 2012 – Team Baetge zu Besuch bei der BLG

Am 19. Februar empfing die BLG besondere Gäste. Prof. Dr. Jörg Baetge war zusammen mit seiner Kollegin Dr. Tatjana Oberdörster vom Forschungsteam Baetge an der Universität Münster nach Bremen gekommen, um im Rahmen einer Expertendiskussion, unter anderem mit BLG-Finanzvorstand Jens Bieniek, Einblicke in die Analyse des letztjährigen BLG-Geschäftsberichts zu geben, Stärken sowie mögliche Potenziale aufzuzeigen und über künftige Entwicklungen in der Welt der Finanzberichterstattung (DRS 20, Integrated Reporting) zu berichten.

19.02.2014
(v.l.n.r.) Finanzvorstand der BLG Jens Bieniek, Leiter Investor Relations Dietmar Krull, Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge

Prof. Baetge, der sich sowohl durch über vier Jahrzehnte Forschung und profundes Wissen im Bereich der Rechnungslegung auszeichnet, als auch über 30 Jahre Erfahrung in der Erstellung und Analyse von Geschäftsberichten vorweisen kann, versucht bis zum heutigen Tage, zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Manager Magazin, im Rahmen des Wettbewerbs „Der beste Geschäftsbericht“ das Niveau beziehungsweise die Standards der deutschen Finanzberichtserstattung weiter zu entwickeln und zu heben. Nach mehrjähriger Teilnahme der BLG an diesem Format und kontinuierlicher Verbesserung der Inhalte, sieht die BLG, dass sie auch für den Geschäftsbericht 2012, bei rund 200 Teilnehmern (darunter alle 160 Konzerne der DAX-Segmente), wieder deutlich verbessern konnten (2012: Platz 32; 2011: Platz 48).

Mit der diesjährigen Einführung des neuen Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (DRS 20) wird sich die deutsche Lageberichterstattungspraxis jedoch wieder erheblich ändern. Insbesondere die Bereiche „Grundlagen des Konzerns“, „Wirtschaftsbericht“ und „Prognose-, Chancen- und Risikobericht“ dürften die größten Anpassungen erforderlich machen.

Mit DRS 20 wird die freiwillige Berichterstattung über Ziele und Strategien neu eingeführt. Angaben zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen künftig nur gemacht werden, soweit dies für das Verständnis der Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens erforderlich ist. Darüber hinaus greift DRS 20 das Thema der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf. Falls finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren intern unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verwendet werden, muss dieser Zusammenhang dargestellt werden.

Die weitreichendsten Änderungen ergeben sich im Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Deutlich höhere Anforderungen werden künftig an die Prognosegenauigkeit gestellt. Bisher zulässige Trendaussagen und qualitative Prognosen sind nicht standardkonform. Ausnahmen bestehen lediglich in Situationen hoher Unsicherheit. Prognosen müssen Aussagen zur Richtung und Intensität der Veränderungen erkennen lassen, wobei Punkt- und Intervallprognosen sowie qualifiziert-komparative Prognosen als zulässig erachtet werden.

Die offene Kommunikation der BLG wird somit künftig noch stärker in der Finanzberichterstattung verankert sein. Prof. Baetge empfiehlt Unternehmen in diesem Zusammenhang das Prinzip „Pars pro toto“ (Ein Teil für das Ganze). So sollte der Stakeholder fortan pro aktiv vom Unternehmen über eventuell schwierige Themen beziehungsweise Problematiken informiert werden.

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