BLG analysiert im Auftrag des WFP weitere Häfen

Das UN World Food Programme (WFP) wird auch zukünftig von der BLG LOGISTICS pro bono mit Logistikexpertise unterstützt. Das haben BLG-Chef Frank Dreeke und Ramiro Lopes da Silva, Assistant Executive Director for Operations Services bei der UN-Organisation, kürzlich bei einem Treffen in Rom, dem Hauptsitz des WFP, vereinbart. Während des Treffens betonte der WFP-Repräsentant wie bedeutsam die Hafenanalysen, die die BLG im Rahmen dieser Kooperation bereits in möglichen Katastrophengebieten durchgeführt hat, für die Planungen des WFP zur Versorgung ganzer Landstriche seien.

Das World Food Programme ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Jedes Jahr verteilt sie rund drei Millionen Tonnen Lebensmittel per Flugzeug, Schiff und Lkw an Opfer von Kriegen, Konflikten und Naturkatastrophen. Auch wenn die Katastrophe überstanden ist, müssen große Regionen manchmal über Jahre hinweg mit Lebensmitteln versorgt werden. Allein 3.000 der 14.000 Beschäftigten des WFP arbeiten in der Logistik. „Logistik ist eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft. Sie bringt dort Ordnung, wo andere Chaos veranstaltet haben“, sagte Ramiro Lopes da Silva bei den Gesprächen mit der BLG in Rom. Regelmäßig untersucht das WFP mit Unterstützung seiner Regional- und Länderbüros mögliche Transportkorridore auf der ganzen Welt. Dabei spielen die Häfen eine Schlüsselrolle. Denn die Hälfte der vom WFP verteilten Lebensmittel wird auf dem Seeweg in die Krisenregionen gebracht. „Das kann nur dann effektiv funktionieren, wenn Infrastruktur und Kapazitäten in den Häfen vorhanden sind und wir ein genaues Wissen darüber haben“, ergänzte der Logistikleiter des WFP, Wolfgang Herbinger.

Seit 2012 hat die BLG dem WFP, das sich über Spenden finanziert, mehrfach ihre Hafenexpertise unentgeltlich zur Verfügung gestellt und detaillierte Analysen von Häfen in Sierra Leone, Ecuador, Indonesien und zuletzt für den regelmäßig von Zyklonen verwüsteten Norden Madagaskars angefertigt. Dabei prüfen die Spezialisten der BLG vor Ort, ob sich die Seehäfen einer Region für den Umschlag von Hilfsgütern eignen. Von der Wassertiefe vor der Pier über den Zustand der Hafenkrane bis hin zu den Arbeitszeiten des Zolls – all diese Informationen und Daten tragen sie zusammen und geben anschließend ihre Einschätzung über Kapazität und Eignung eines Hafens ab. Und sie werben beim lokalen Hafenmanagement für umfangreichere Planung und Vorbereitung. Denn eine sprunghafte Vervielfältigung des Ladungsaufkommens innerhalb weniger Tage stellt die Beteiligten vor Ort in der Regel vor kaum zu bewältigende Probleme. Beim WFP fließen die von der BLG gesammelten Informationen in eine Datenbank, die bei der Auswahl der Transportrouten konsultiert wird, und die auch für alle anderen Hilfsorganisationen zugänglich ist.

„Bei unserem Treffen in Rom ist noch einmal deutlich geworden, dass unsere Hafenanalysen einen hohen Stellenwert für die Arbeit des WFP haben“, sagte BLG-Chef Frank Dreeke im Anschluss an das Gespräch. „Daher sind wir fest entschlossen, auch zukünftig das WFP mit unserem Know-how zu unterstützen und weitere Häfen in aktuellen und potenziellen Krisengebieten einer detaillierten Analyse zu unterziehen.“ Ganz oben auf der Wunschliste des WFP stehen dabei der seit Jahren von Dürren heimgesuchte Süden Madagaskars und Haiti. Zusätzlich unterstützt die BLG das WFP weiterhin in Einzelfällen bei der Optimierung von Lagerhaltung und Transportorganisation.

20.08.2015
BLG-Chef Frank Dreeke (links) und Ramiro Lopes da Silva, Assistant Executive Director for Operations Services beim WFP, in Rom

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