Internationale Auszeichnung: BLG und engelbert strauss erhalten ELA-Award

Die BLG LOGISTICS ist gemeinsam mit ihrem Partner engelbert strauss Gewinnerin des Europäischen Logistikpreises der European Logistics Association (ELA). Nach dem Gewinn des Deutschen Logistik-Preises 2015 für das Projekt „Treffpunkt Stargate – Logistik an der Schnittstelle von Mensch und Roboter“ wurden die beiden Unternehmen für dieses Projekt nun auch auf europäischer Ebene ausgezeichnet. In Brüssel nahmen Thomas Krüger, Geschäftsführer BLG Handelslogistik, und Matthias Fischer, Leiter Operative Projekte bei engelbert strauss, den begehrten Preis gestern Abend entgegen.

Zentraler Bestandteil des Konzepts, das sich seit Oktober 2014 am Standort in Frankfurt im Regelbetrieb beweist: Der Mensch muss nicht mehr zu den Regalen gehen, sondern die Regale kommen mit der Ware zum Menschen. Möglich wird dies durch ein technisches System der Firma Grenzebach. Das „G-Com“ basiert auf der Grundidee eines mobilen Kommissionierlagers: Vollautomatisch werden die Regale zu einer multifunktionalen, flexiblen und darüber hinaus ergonomisch angelegten Pick-Station („Stargate“) gebracht. Die dafür eingesetzten Transportfahrzeuge („Carrys“) mit niedriger Bauhöhe unterfahren die mobilen Warenträger, heben diese an und transportieren sie auf einem festgelegten Weg zu den Stargates. Die hochdynamische und flexible Lösung mit ihrem „Ware-zur-Person“-Prinzip hat die gesamte Intralogistik im Frankfurter Logistikcenter der BLG revolutioniert. 

Das ausschlaggebende Kriterium für die Installation von G-Com ist gleichzeitig der größte Vorteil: die Skalierbarkeit beziehungsweise Expansionsfähigkeit des Systems. G-Com lässt sich dynamisch an wechselnde Marktbedingungen und Kundenanforderungen anpassen. Wächst zum Beispiel das Auftragsvolumen, können weitere Transporteinheiten eingegeben werden, um die Leistung zu erhöhen, oder zusätzliche Regale installiert werden, um die Kapazität zu steigern. G-Com ist, im Vergleich zur herkömmlichen Person-zur-Ware-Abwicklung, auch deutlich effizienter. Zusätzlich schafft das System ortsfeste, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, unterstützt und entlastet seine Bediener in unterschiedlichen Ausprägungen und minimiert unproduktive Tätigkeiten wie das Suchen oder das Zurücklegen langer Wege. Darüber hinaus schließt diese Funktionsweise die Lücke von automatisierter Paletten-Lagerung (HRL) und automatisierter Kollo-Lagerung (AKL) hin zur automatisierten Einzelteillagerung (G-Com).

Anlässlich der Preisverleihung formulierte Thomas Krüger seine Sicht auf die Zukunftsanforderungen in der Logistik: „Wir glauben, dass das von uns zusammen mit engelbert strauss realisierte pick & store-System für viele Zukunftsanforderungen gerade innerhalb der neuen Anforderungen aus der Diskussion um Industrie 4.0 und Logistik 4.0 ein wichtiger Praxistest ist. Neben den Mann-zur-Ware- und den Ware-zu-Mann-Systemen werden sich bald sehr häufig Roboter-zur-Ware-zum-Mann-Systeme etablieren.“

„Als Logistikdienstleister können wir häufig nur so viel Innovation betreiben, wie der Auftraggeber es auch zulässt. Und deshalb sind wir auch ganz besonders dankbar, dass engelbert strauss den Mut und die Weitsicht hatte, dieses Projekt mit uns zu realisieren“, so Thomas Krüger weiter.

Matthias Fischer ergänzte: „Mit unserem Logistiksystem in Frankfurt haben wir nicht nur eine flexible und wirtschaftliche Lösung für die herausfordernde Aufgabenstellung in Frankfurt gefunden, sondern auch eine wegweisende und zukunftsträchtige.“

Über European Logistics Association (ELA) und ELA-Award
Die European Logistics Association (ELA) ist ein Zusammenschluss von mehr als 30 nationalen Logistikverbänden aus West- und Mitteleuropa sowie darüber hinaus. Die Mitglieder dieser nationalen Logistikverbände sind Logistikfachleute und kommen vor allem aus der Industrie, aber auch aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen. Innerhalb ihres Netzwerks erreicht die ELA 55.000 Logistikfachleute. Die Organisation fördert einen Berufsstand und keinen Sektor und ist daher eine neutrale Körperschaft. Die ELA stellt eine Plattform zum Networking für Logistikfachleute zur Verfügung und fördert Berufe in der Logistik und Supply Chain. Um dieses zu erreichen, verleiht die Organisation einmal im Jahr den ELA-Award, die europäische Goldmedaille in den Bereichen Logistik und Supply Chain. Aus den Finalisten der jeweiligen nationalen Preisträger wählt die ELA hierbei das beste Logistik-Projekt sowie den besten Logistikfachmann (m/w) des Jahres. Zudem bietet die Organisation ein Zertifizierungsprogramm, das auf einen einheitlichen Qualifikationsstandard in der Logistik abzielt und pflegt einen intensiven Austausch mit dem Europäischen Parlament und den Generaldirektionen der Europäischen Kommission.

Von links: Jos Marinus (Präsident der ELA), Manfred Türks (Vorsitzender der Jury „Projekt des Jahres“ und ehemaliger ELA-Präsident), Thomas Krüger (Geschäftsführer BLG Handelslogistik), Matthias Fischer (Leiter Operative Projekte bei engelbert strauss) sowie Frank Geerkens (Ambassador Port of Antwerp) bei der Preisverleihung in Brüssel.
Von links: Frank Geerkens (Ambassador Port of Antwerp), Thomas Krüger (Geschäftsführer BLG Handelslogistik), Vanessa Claessens (BLG LOGISTICS), Matthias Fischer (Leiter Operative Projekte bei engelbert strauss), Dr. Martin Christopher (Professor für Marketing & Logistik, Cranfield School of Management, Cranfield University, UK und Vorsitzender der Jury „Professional des Jahres“), Jos Marinus (Präsident der ELA) und Manfred Türks (Vorsitzender der Jury „Projekt des Jahres“ und ehemaliger ELA-Präsident).

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