Mit SPMTs durch die Berge

Die SPMT-Teams hatten große Herausforderungen zu meistern und mussten die Flügel entsprechend der Gegebenheiten immer wieder verstellen.

Das vergangene Jahr endete für die BLG WindEnergy Logistics mit einem spektakulären Transport von Komponenten für Onshore-Windkraftanlagen in Rumänien. Insgesamt je 15 Flügel und Turmelemente wurden im äußersten Nordwesten des Landes, im siebenbürgischen Dorf Arieseni, im Auftrag der Firma Felbermayr zu ihrem Bestimmungsort verbracht. Die besondere logistische Herausforderung dabei: Der neue Windpark, für den Windkraftanlagen eines dänischen Herstellers transportiert werden, liegt im Apuseni-Gebirge auf 900 bis 1.100 Metern Höhe! Mit viel Know-how konnte die BLG diesen Transport in Rumänien erfolgreich umsetzen.

Der einzige Weg, der für den Transport der Komponenten vom Basislager in 900 Metern Höhe bis zum Ziel zur Verfügung stand, musste zusätzlich mit einer Tragschicht aus Schotter hergerichtet werden. Die kurvenreiche Strecke führte über einen 1.800 Meter hoch gelegenen Gipfel. Zudem spielte der immer wieder einsetzende Schnee den Teams vor Ort immer wieder einen Streich und machte die Dauer des Projektes daher nur schwer absehbar. Doch die BLG wäre nicht die BLG, wenn sie sich davon hätte beeindrucken lassen. Und so freuten sich die zwei eingesetzten Teams mit insgesamt 5 Personen jeden Tag auf ihre Arbeit. Und die hatte es in sich: Insgesamt befanden sich zwei SPMT im Einsatz und bildeten pro Transporteinheit einen Konvoi. Dabei fuhr der SPMT mit Turm vorweg, gefolgt vom SPMT, der den Flügel transportierte. Das Besondere an diesem Transport  war ein eingesetzter Windflügeladapter, in den die entsprechende Onshore-Komponente eingefasst wurde und der bis zu 60 Grad aufgestellt und je nach Windrichtung um 360 Grad gedreht werden konnte.

Innerhalb der SPMT-Teams wechseln sich die Bediener des Großgerätes auf der 16,5 Kilometer langen Bergstrecke, die zu Fuß zurückgelegt wurde, ab. „Das war eine Frage der Belastung. Die SPMT-Bediener beider Teams trugen mit der Fernbedienung jeweils 12 Kilo auf ihren Schultern, während die beiden anderen Kollegen entweder die Aufgabe des Einweisers beim Turmtransport oder der Adapterfernsteuerung beim Flügeltransport übernahmen. Beide Aufgaben waren im Hinblick auf die Konzentration genauso herausfordernd wie die SPMT-Steuerung, dennoch lastete kein hohes Gewicht auf den Schultern der Mitarbeiter. Daher wurde an passender Stelle getauscht“, berichtet Matthias Witte, Projektleiter BLG.