1966 bis 2016: 50 Jahre Containerumschlag in Deutschland

Es war der Beginn des Containerzeitalters in den deutschen Seehäfen: Am 5. Mai 1966 wurde im Bremer Überseehafen das erste Containerschiff in Deutschland gelöscht. Und es war die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT die vor 50 Jahren als erster deutscher Hafenbetreiber dazu in der Lage und willens war. Der Container veränderte die Transportwege und ermöglichte Deutschland den Aufstieg zur Exportnation. Heute, ein halbes Jahrhundert später, ist EUROGATE – 1999 von BLG und EUROKAI gegründet – der führende, reederei-unabhängige Containerterminalbetreiber in Europa.

Containerumschlag in Bremen: Mai 1966 zuerst im Überseehafen, ab Oktober 1966 dann im Neustädter Hafen.

Mai 1966 - Bremen, Überseehafen. Die Ankunft des ersten Vollcontainerschiffs

Oktober 1966 - Bremen, Neustädter Hafen. Der Umschlag von Containern mit der ersten Containerbrücke

ab 1968 - Bremerhaven. Bau der Containerterminals

Weiterführende Links

Zeitzeugen erzählen

Hans Joachim Abendroth, ehemaliger Schuppenvorsteher und Betriebsleiter, 81 Jahre

"Als das erste Vollcontainerschiff von Sea-Land, die 'Fairland', am 5. Mai 1966 in Bremen ankam, war ich Schuppenvorsteher für Schuppen 1 im Europahafen. Mein Vorgesetzter war Herbert Dreeke. Herr Dreeke galt als Zugpferd für Neuerungen und war mit dabei, als eine Bremer Delegation 1965 in die USA fuhr, um sich an Ort und Stelle über den Containerumschlag zu informieren. Als Herr Dreeke wiederkam, hat er mir tagelang viel von dieser Reise erzählt. Es war seine Aufgabe, alles vorzubereiten für den ersten Containertransport nach Bremen durch die Sea-Land-Reederei."

Heinz-Jürgen Haberland, Starkstromelektriker, bis 2007 Werkstattleiter Elektrotechnik Bremen, 68 Jahre

"Als die 'Fairland' am 5. Mai 1966 die ersten Container im Überseehafen löschte, war ich nicht direkt dabei. Ich war damals noch Lehrling. Aus meinem Berichtsheft weiß ich noch genau, was ich an diesem Tag gemacht habe: 'Drehstromzähler im Hochhaus angeschlossen, Schuppen 13 Beleuchtung repariert', steht dort für den 5. Mai, ein Donnerstag. Natürlich waren wir alle neugierig auf den ersten Container, aber unsere Vorgesetzten sagten, dass jemand, der nicht direkt damit zu tun habe, sich vom Umschlagplatz fernhalten solle."

Dieter Riggers, Elektrotechniker, ehemaliger Werkstattleiter, später Profitcenterleiter Containerbrücken und Prozesstechnik in Bremerhaven, 75 Jahre

"Ich war ursprünglich beim Hansestadt Bremischen Amt angestellt und wechselte 1966 zur BLG, als sie die Umschlagsanlagen übernahm. Als der Containerumschlag begann, haben wir gedacht, das seien genormte Kisten. Aber es gab damals schon über 200 verschiedene Ausführungen. Nur Sea-Land hatte 35-Fuß-Container nach der amerikanischen ASA-Norm. Für die Containeraufnahmegeräte war die Länge kein Problem, aber die Sea-Land-Container waren auch 26 Millimeter breiter. Andere amerikanische Reeder, wie die United States Line oder Hapag Lloyd, arbeiteten mit 20- und 40-Fuß-Containern, aber eben mit zahlreichen Sonderformen. Darauf mussten wir uns einstellen."

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Andreas_Hoetzel

Leiter Unternehmenskommunikation

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