Die BLG seit 1877 – eine fortdauernde Erfolgsgeschichte

Mit dem neuen Modell BLG erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen starken Aufschwung. Ab 1888 übernimmt die BLG deshalb auch den Betrieb des neu gebauten Freihafens I. Bald kommen der Freihafen II, die Getreideanlage, 1953 auch die Freihäfen in Bremerhaven hinzu und in den 1960er Jahren entsteht in Bremen der Neustädter Hafen.

Der Wechsel von der Sackkarre zum Hubstapler verändert in den 1950er Jahren die Hafenarbeit. RoRo-Schiffe für den Überseeverkehr werden gebaut. Trailer werden im Hafen gestaut und mit Zugmaschinen über bordeigene Rampen auf die Schiffe gerollt. Bald rollt alles, was Räder hat, auf eigener Achse an Bord.

Bremen als erster deutscher Containerhafen

Mitte der 1960er Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Deshalb wird ab 1968 der Container-Terminal Bremerhaven gebaut. An der Wesermündung gibt es genug freie Flächen. Bis heute ist der Terminal auf fünf Kilometer Länge gewachsen. Bremerhaven gehört zu den Top 20 der Weltcontainerhäfen.

Anfang der 1970er Jahre wird bei der BLG die Bedeutung der EDV als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und mit ihr das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.

1966 bis 2016 50. Jahre Containerumschlag

Automobildrehscheibe Bremerhaven

Als Ende der 1970er Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Autoterminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen pro Jahr eine der größten Autodrehscheiben der Welt.

In den 1980er Jahren zeigt sich, dass Hafenumschlag und Lagerung wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Hinzu kommt zunehmender Wettbewerbsdruck mit rückläufigen Erlösen. Zur Steigerung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Dienstleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren.

In den 1990er Jahren brechen die Ostmärkte zusammen. Mit der Globalisierung gehen die Erlöse aus Transportleistungen weiter zurück. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung Mitte der 1990er Jahre mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen Logistikdienstleister.

BLG LOGISTICS heute

Die BLG-Gruppe ist heute mit mehr als 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Amerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Sie bietet ihren Kunden aus Industrie und Handel vollstufige logistische Systemdienstleistungen an. Die BLG-Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Der Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern. Rund 10.000 BLG-Mitarbeiter übernehmen täglich die Verantwortung für die reibungslose Logistik hochwertiger Produkte. Einschließlich aller Beteiligungen bietet BLG LOGISTICS gegenwärtig rund 18.500 Arbeitsplätze.

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