Mitarbeiter trackt einen Container auf einem Computerbildschirm.

Das Internet of Things in der Logistik

Wie eine vernetzte Welt vielen Logistikern das Leben leichter macht – und Supply Chains verbessert

Das Internet of Things (kurz: IoT) ist eine relativ neue Entwicklungsstufe des Internets. Es ist das Internet, das sich über Smartphone und Laptop hinaus auf andere Dinge des Alltags erstreckt: Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Smartwatches, Brillen. Wir sprechen bei Geräten, die Teil des Internet of Things sind, auch von Smart Devices oder Smart Objects. Das Internet of Things ist also die zunehmende Vernetzung von physischen und virtuellen Geräten. Aber wozu? Geräte, die Daten empfangen oder versenden können, sind analysierbar und konfigurierbar. Denken Sie an eine moderne Kaffeemaschine: Ihren ganz eigenen Espresso-Latte-Karamell-Zimt-Chai können Sie darauf als Preset speichern – und sogar an andere IoT-Kaffeemaschinen schicken. Doch warum lesen Sie gerade auf einer Seite der BLG vom Internet der Dinge und Spezialkaffeemischungen? Die kurze Antwort: Weil wir eine Supply Chain bauen, analysieren und optimieren können, die so individuell und transparent zusammengesetzt ist wie Ihr Kaffee. Die lange Antwort? Lesen Sie hier.

Das Internet of Things macht Logistik transparenter – und könnte in Zukunft Supply Chains bis ins kleinste Glied optimieren 

Immer mehr öffentlich zugängliche Studien prognostiziseren, dass Unternehmen in Zukunft finanziell massiv vom Internet of Things profitieren. In unserer Herzensangelegenheit – der Logistik – ist das IoT jedoch viel mehr als eine Chance auf Kostenreduktion. Es kann eine Revolution der Logistik sein. Stellen Sie sich Hochregallager vor, in denen alle Flurförderfahrzeuge autonom agieren und gleichzeitig miteinander vernetzt sind. Diese Fahrzeuge könnten miteinander Daten austauschen und Prozesse selbstständig optimieren. Aber auch abseits des Lagers bietet es Möglichkeiten.
 

Supply Chains sind durch IoT so smart wie noch nie

Stellen Sie sich Supply Chains vor, in denen die transportierten Waren in smarten Behältern liegen. Das bedeutet, dass wir viel mehr über den Zustand einzelner Einheiten innerhalb der Transportkette wissen. Wir können die Daten der Container jederzeit, bei jedem Wetter, an jedem Ort der Welt abrufen. Ist der Container in Ordnung, bewegt er sich, ist er nass oder heiß?
Ein praktisches Beispiel für den Nutzen des IoT sind die smarten Maschinen einiger unserer Kunden. Sie verfügen beispielsweise über Vibrationssensoren. Diese Sensoren sammeln Daten über das Vibrations- und Bewegungsverhalten und über verschiedene andere Funktionen der Maschine. Mittels Machine Learning können unsere Kunden dadurch die Ausfallzeitpunkte der Maschine sehr genau vorhersagen – und vermeiden, noch bevor die Maschine tatsächlich ausfällt. Wartung passiert dann nach einem datenbasierten Plan. Das nennt sich „Predictive Maintenance“. Ersetzen Sie nun „Maschinen“ durch Elemente in der Supply Chain, etwa durch Transportbehälter – smarte Container.

Das erlaubt Supply Chains, in denen die einzelnen Glieder detaillierte Reports über ihren Status an eine Zentraleinheit verschicken – in Echtzeit. Wir tracken nicht mehr den Zustand und Status eines Containerschiffs, sondern jedes einzelnen Containers.

So werden Supply Chains maximal transparent und optimierbar. Wir wissen, wo Schwierigkeiten entstehen, noch bevor diese sich negativ auf die Logistikkette auswirken. Das ist so was wie „Predictive Supply Chain Optimization“. Qualitätsschwankungen könnten wir in Zukunft dadurch minimieren.

Im Detail: das Internet der Dinge

Im Grunde funktioniert das IoT in der Logistik sechs Schritten:

  1. Die Festlegung der Messparameter. Also: Was wollen wir messen? In einem Frachtcontainer ist zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit oft wichtig. 
  2. Dann die technische Messmethode: Wie wollen, können oder müssen wir messen? Bleiben wir bei der Luftfeuchtigkeit, ist es ein Feuchtesensor, der die relative Luftfeuchtigkeit misst.
  3. Als Nächstes muss die Form des Datentransfers festgelegt werden. Von unserem Smartphone kennen wir zum Beispiel Bluetooth oder LTE. 
  4. Neben dem Datentransfer ist auch die Auswahl eines Kommunikationsprotokolls notwendig. Ein häufig genutztes Kommunikationsprotokoll ist hierbei MQTT. 
  5. Zur Übertragung, Speicherung und Verarbeitung der Nachrichten gibt es eine große Auswahl von Cloud-Service-Anbietern, mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.
  6. Über die Cloud können die Nachrichten dann an unterschiedliche Anwendungen gesendet werden – entweder an mobile Geräte als Spitze der Pyramide oder an Verwaltungsprogramme wie ein ERP.
Ein Mitarbeiter scannt einen Container im Hafen.
So können Mitarbeiter in Zukunft Container per Smartphone erfassen und später tracken.

Erfahren Sie mehr über die Innovationen und digitale Transformation in der BLG:

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