Der Logistikarchitekt

Es ist die Königsdisziplin in der Kontraktlogistik: für den Kunden eine ganze Logistikarchitektur komplett aus einer Hand aufzubauen. Ein Interview mit Geschäftsführer Christian Dieckhöfer.

Ein Architekt ist ein Baumeister; ein auf dem Gebiet der Baukunst ausgebildeter Fachmann, der Bauwerke entwirft und gestaltet. Er arbeitet Baupläne aus und leitet deren Ausführung ein, überwacht sie aber auch. BLG LOGISTICS agiert in der Kontraktlogistik ähnlich: Als „Logistikarchitekt“ planen, konzeptionieren und realisieren die Experten-Teams der BLG kundenindividuell Logistikzentren; die Bandbreite reicht hierbei von klassisch bis hin zu hochautomatisiert.  Ein Interview mit Christian Dieckhöfer, Geschäftsführer im BLG-Geschäftsbereich CONTRACT

Christian Dieckhöfer ist Geschäftsführer im BLG-Geschäftsbereich CONTRACT
Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und der offene, vertrauensvolle Austausch mit unseren Kunden bilden das Fundament.

Herr Dieckhöfer, warum sollten Unternehmen diesen Service in Anspruch nehmen?

Christian Dieckhöfer: Unsere Kunden stehen heute vor riesigen Chancen und Herausforderungen. Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten in allen Bereichen der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig gibt der globale Wettbewerb ein erhöhtes Tempo vor. Immer öfter entscheiden auch logistische Prozesse darüber, wie wettbewerbsfähig Unternehmen sind. An diesem Punkt kommen wir ins Spiel: Wir verstehen uns als leistungsstarke Möglichmacher für unsere Kunden – und somit als Motor für ihre Wertschöpfung. Unsere Kunden können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Logistik unsere „Sorge“ sein lassen. Ich vergleiche das gern mit dem privaten Hausbau: Die meisten von uns würden ein solches Projekt auch nicht eigenmächtig planen und bauen, sondern sich dafür Experten an Bord holen. BLG LOGISTICS hat einen großen Stab von 60 eigenen Fachleuten, die umfassende Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Projekten und Branchen mitbringen.

Was konkret können Ihre Expertenteams leisten?

Christian Dieckhöfer: Stellen wir uns vor, ein Handelsunternehmen plant eine neue Logistikanlage oder möchte seine bestehenden Logistikprozesse optimieren. Als Logistikarchitekt bieten wir an, diese Aufgabe von A bis Z zu übernehmen. Wir haben die Erfahrung und das Know-how, solche komplexen Herausforderungen so einfach und so effizient wie möglich zu managen. Denn bei uns sind alle wesentlichen Disziplinen unter einem Dach vorhanden: Bau, Technik, IT, Projektmanagement und Operational Excellence. Diese Disziplinen gießen wir in ein ganzheitliches Konzept, wobei das Projektmanagement unsere Kernkompetenz ist. 

Welche Aspekte sind Ihnen in der Umsetzung wichtig?

Christian Dieckhöfer: Zwei zentrale Aspekte möchte ich nennen: Zum einen bilden eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und der offene, vertrauensvolle Austausch mit unseren Kunden das Fundament. Bei allen Projekten stehen ihre Wünsche und Bedürfnisse für uns im Fokus. Die von uns entwickelten Konzepte sollen den individuellen Charakter eines jeden Kunden widerspiegeln und zur jeweiligen Unternehmensstrategie passen. Wir hören unseren Kunden zu, verstehen, was sie erreichen möchten und entwickeln dann fachbereichsübergreifend passgenaue Lösungen. Zum anderen setzen wir auf innovative Methoden und Konzepte. Dafür arbeiten wir unter anderem eng mit unserem Zentralbereich „Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ zusammen. So entwickeln wir zukunftsfähige state-of-the-art-Lösungen.

BLG LOGISTICS hat bereits über 500 Projekte in der Kontraktlogistik realisiert.

Welche Vorteile haben Ihre Kunden darüber hinaus, wenn sie Sie als Logistikarchitekt engagieren?

Christian Dieckhöfer: Wir sind überzeugt: Um die Komplexität moderner Logistikprozesse zu managen, braucht es Logistikarchitekten, die alle Gewerke mitdenken und so ein funktionierendes Gesamtwerk schaffen. Darum entwickeln wir für unsere Kunden Logistikzentren interdisziplinär. Wir legen Wert darauf, schon während des laufenden Prozesses alle Beteiligten zu berücksichtigen und zufriedenzustellen. Es ist unser Anspruch, die jeweilige Logistikaufgabe individuell mit einem sinnhaften Automatisierungsgrad hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Wachstum zu konzipieren. Dabei planen wir unter Berücksichtigung aller relevanten Plattformen, Systeme und Ressourcen, mit den besten Technikanbietern.

Was spricht dafür, Projekte in der Kontraktlogistik mit BLG LOGISTICS umzusetzen?

Christian Dieckhöfer: Mit über 500 erfolgreich realisierten Projekten, einer weitreichenden Projektmanagement-Expertise, struktureller Stärke, einem hohen Leistungsvermögen und einer gefestigten Unternehmens- und Projektkultur stellen wir eine kompetente Beratung sicher und sind ein verlässlicher Partner. Wir nutzen unser branchenübergreifendes Logistik-Know-how für herausragende Konzepte. Last but not least: Wir sind Menschen, die ihre Projekte leidenschaftlich mit Kopf, Herz und Hand zum Erfolg bringen.

Christian Dieckhöfer: „Wir sind Menschen, die ihre Projekte leidenschaftlich mit Kopf, Herz und Hand zum Erfolg bringen.“

In welchen Projekten sind Sie aktuell als Logistikarchitekt unterwegs?

Christian Dieckhöfer: Wir haben eine Reihe von kleineren und größeren Projekten, die wir in diesem Bereich aktuell betreuen. Die Königsdisziplin in der Kontraktlogistik ist es, für den Kunden eine vollständige Logistikarchitektur komplett aus einer Hand aufzubauen. Das „C3 Bremen“ ist dafür ein gutes Beispiel: Im größten Güterverkehrszentrum Deutschlands, dem GVZ in Bremen, planen wir einen neuen Industrielogistik-Standort. Ab voraussichtlich Mitte 2022 wird die Produktionsversorgung der weltweiten Montagewerke eines führenden Automobilherstellers von aktuell mehreren Standorten in Bremen in diesem neuen Logistikzentrum gebündelt. 

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Christian Dieckhöfer: Das neue Logistikcenter erhält den Namen „C3 Bremen“, wobei “C3” für die Begriffe customer, climate und comfort steht. Mit einer intelligenten Intralogistikplanung und effizienten Arbeitsabläufen wird die Logistikabwicklung auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Die Prozesse im Inneren der neuen Anlage folgen dem Lean-Management-Prinzip und sollen durch einen zukunftsweisenden Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad unterstützt werden. Neben einem umfassenden Energiekonzept, das einen CO2-neutralen Betrieb der Immobilie vorsieht, wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold als klimapositives Gebäude angestrebt. Unter anderem ist geplant, auf der kompletten Dachfläche eine Photovoltaikanlage zu installieren. Eine Solarthermie-Anlage soll die Heizungsanlage und Warmwasserproduktion unterstützen. Nicht nur gestalterisch soll das neue Projekt überzeugen. Aufenthalts- und Außenflächen werden nach einem Well-Being-Konzept für Mensch und Umwelt entwickelt, um so das Arbeitsumfeld angenehmer zu gestalten. Die Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz steht im Fokus dieses Neubauvorhabens. 


Diese Seite teilen

Lesen Sie auch diese Artikel aus unserem Online-Magazin